Der Schöne auf halber Höhe: Oestricher Doosberg

Die Lage Doosberg umfasst eine nach Süden und Westen geneigte Kuppe, die den östlichen Rand der Gemarkung des Weinortes Oestrich bildet.
Über diese exponierte Lage weht ein ständiger Wind, der besonders im Herbst von Vorteil ist: er trocknet die von Nebel oder Regen verursachte Feuchtigkeit auf der Beerenhaut. Die Trauben bleiben dadurch länger gesund – geradezu ideale Bedingungen für die Erzeugung gut ausgereifter trockener Rieslinge. Der lehmige Boden ist geprägt von Kieseln und großen Bruchstücken aus grauem Quarzit, dadurch ist die Bodenbelüftung und Wasserführung im Doosberg optimal. In früheren Zeiten wurde das Wasser sogar in Brunnen gefasst. Einen Hinweis darauf findet man heute noch in alten Katasternamen wie dem „Landflechter Brunnen“ oder dem „Moosbrunn“. Die Wurzeln der Reben erhalten genügend Feuchtigkeit und können die Trauben auch in heißen Sommermonaten noch ausreichend versorgen.
Fast am höchsten Punkt des „Doosberg Köpfchens“ befindet sich unser Herzstück: ein mit alten Reben bepflanzter Weinberg in optimaler Südwest-Lage. Hier wächst einer unserer besten trockenen Rieslinge, der mehrfach bedeutende Auszeichnungen gewann: „Bestes Erstes/Großes Gewächs des Jahrgangs 2003 in Deutschland“ (Alles über Wein), „Bester Deutscher trockener Riesling“ (Feinschmecker) und auf der größten Weinmesse der Welt, der Vinexpo Bordeaux, den Preis als „Bester Weißwein“.